16.02.2013

【Rezension】Pandemonium [chaos, wirrnis, tumult]『Pandemonium』

Originalcover
Deutsches Cover

Pandemonium


Originaltitel: Pandemonium
Autor: Lauren Oliver
Genre: Dystopia, Romance, Young Adult
Fortsetzungen: Delirium
Pandemonium
Requiem
Wertung: ♥♥♥♥♥

Handlung


Lena ist ausgebrochen in die Wildnis - jedoch ohne Alex, der dabei sein Leben ließ. Nun muss sie lernen, zu überleben, und schließt, halbtot, sich einer Gruppe Invaliden an, in der sie versucht, zurechtzukommen.
Aber Lena geht auch zurück, als eine Spionin, und versucht, den jungen Julian, Sohn des Gründers der VDFA, zu beschatten - wo sie jedoch nach einem Angriff auf einer Kundgebung gemeinsam mit ihm entführt wird.



In einem Satz


Der wahrscheinlich beste zweite Teil einer Trilogie, den ich je gelesen habe.


Design


Was ich ein bisschen blöd finde bei der deutschen Version ist, dass der Buchrücken Lenas Hautfarbe hat und nicht das schöne blau. Sieht ein wenig doof aus neben Delirium im Regal. Ansonsten passt es wieder perfekt, ich würde sagen, sogar ein wenig besser, denn überall steht "Kampf" und wenn Lena in diesem Band nicht kämpft, dann weiß ich nicht. Es fängt die neue Lena sehr gut ein.
Das englische Cover hingegen ... Pfuh, nee, das gefällt mir überhaupt nicht. Es ist zu hell, zu freundlich, zu sehr Teenie-Romanzen-mäßig und der Blick von Lena ist seltsam.


Story


Zuerst sollte man erwähnen, dass die gesamte Geschichte aus zwei verschiedenen Zeiten erzählt wird. Einmal "Damals", wo man erfährt, wie Lena sich in der Wildnis zurechtfindet, und einmal "Jetzt", das die Ereignisse in New York beschreibt. Anfangs war das sehr verwirrend, aber nach und nach klärt der Nebel auf und man hat ein Aha-Erlebnis. Man kann Lauren Oliver vieles anhängen, sofortige Aufklärung von Fragen gehört ganz sicher nicht dazu.
Beide Teile waren auf ihre eigene Art großartig. Einerseits war es interessant zu sehen, wie die Wildnis ist, was sich dort abgespielt hat und wie Lena zu der geworden ist, die sie jetzt zu sein scheint. Andererseits hat mir der Jetzt-Teil noch ein bisschen besser gefallen, da man sieht, wie das Leben als Invaliden-Spion, wie Alex einer war, abläuft, wie New York in der Zukunft aussieht und auch allgemein fand ich diesen Teil, obwohl nicht so spannend, einfach mitreißender. Vor allem Julians und Lenas gemeinsame Gefangenschaft war der Hammer. Die Spannung zwischen ihnen war fast greifbar, es hat sich alles so angefühlt, wie es sich anfühlen MUSS, wenn man ein Buch liest, das einem wirklich, wirklich gefällt.
Die Tode einiger Personen im Damals-Teil waren übrigens wirklich ergreifend und ich muss gestehen, dass ich durchaus den Tränen nahe war, wie es noch nie nach Panem, und das ist eine Weile her, passiert ist ...
Das alles rechtfertigt auch die fünf Blutrosen mit Lieblingsrose, außerdem die Charaktere. Zu denen jetzt!


Charaktere


Lena ist ein anderer Mensch.
Nicht nur die Lena Morgan Jones, die sie vorgibt zu sein, nein, ihr ganzer Charakter hat sich verändert. Von der kalten, emotionslosen Person, die wir in Delirium kannten, ist nur noch sehr, sehr wenig übrig. Ich konnte mich diesmal perfekt in sie reinfühlen, ihre seelischen und körperlichen Schmerzen, ihre Kraft, das alles habe ich wirklich gespürt und so sollte es sein in einem guten Buch! Wie sie immer wieder gekämpft hat, um ihre Ziele zu erreichen, niemals aufgegeben hat, nicht einmal den toten Alex, das alles hat sie unglaublich sympathisch, bemitleidenswert und zu einer wahnsinnig tollen Protagonistin gemacht.
Julian gefällt mir ebenfalls wirklich gut. Er ist mal was anderes als die "Ich gehöre zu den Guten"-Jungs, weil er ja anfangs wirklich einer von den Bösen, dem VDFA (Verein für ein Deliria-freies Amerika), ist sogar der Sohn des Gründers. Wie er nach und nach diese 'Hülle' verliert und erkennt, dass die Invaliden nicht so schlimm sind, wie er anfangs dachte, macht ihn außergewöhnlich.
Aber auch die anderen Charaktere, vor allem die Invaliden, habe ich einfach geliebt. Raven als starke Frau an der Spitze der Gruppe fand ich genial, und die weiteren Personen haben es mir wirklich angetan. Als einige von ihnen verschwunden war, dachte ich nur: "Oh Gott. Hoffentlich sind die nicht tot! Ich mochte die doch so!" Und genau das hat es auch so schwierig gemacht, die Tode Einiger zu verkraften, wie schon oben angesprochen.
Allerdings hätte ich gerne mehr von den älteren Charakteren gehört. Hana. GRACE. Sie kamen kaum vor, Grace nur ein paar Mal in Lenas Gedanken, ich hätte sie sonst vergessen. Ich hoffe, die werden in Delirium noch einmal aufgegriffen. Ich würde mir ja gerne das Hana-Special holen, aber ich bin erklärter Feind von eBook-Readern, von daher...




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