19.05.2013

【Rezension】Getrieben durch ewige Nacht『Through the Ever Night』

Originalcover
Deutsches Cover

Getrieben durch ewige Nacht


Originaltitel: Through the Ever Night
Autor: Veronica Rossi
Genre: Dystopia, Fantasy, Romance, YA
Preis: 17,95 €
Wertung: ♥♥♥






Getrieben durch ewige Nacht
Geborgen in unendlicher Weite



Lange Zeit ist vergangen, dass Aria und Perry sich das letzte Mal gesehen haben. Nun treffen sich beide wieder. Doch der Stamm der Tides lehnt Aria ab und traut ihr nicht. Bald muss sie eine folgenschwere Entscheidung treffen, woraufhin sich ihre Wege wieder trennen - Aria und Roar machen sich auf die Suche nach Sable und Liv, und Perry muss seinen Stamm durch die schwere Zeit immer stärker werdender Ätherstürme leiten...




Ich glaube, ich war noch nie so zwiegespalten bei einem Buch...


Okay, zuerst einmal möchte ich euch die Inhaltsangabe von Amazon vorstellen:

Arias Kampf gegen Stürme, die Leben und Liebe bedrohen. Endlich haben Aria und Perry seinen Stamm erreicht. Doch seine Leute trauen Aria nicht. Um den Anfeindungen zu entfliehen, macht sie sich gemeinsam mit Roar auf die Suche nach der Blauen Stille, dem Ort, an dem alle Ätherstürme ruhen und der auch Perrys Stamm retten kann. Während ihrer Abwesenheit taucht Kirra, die Anführerin eines befreundeten Stammes auf. Wird Perry ihren Annäherungsversuchen widerstehen?

Ich glaube, ich habe noch nie so viel Bullshit auf einem Haufen gesehen. Erstens, Aria und Roar suchen nicht nach dem Still Blue / der blauen Stille / whatever, sondern nach Sable, der ihnen den Ort sagen könnte. Nicht zwingend muss. Und vorrangig suchen sie nach Liv, die hier gar nicht angesprochen wird. Zweitens, Kirra ist nicht die Anführerin des Stammes von Rim. Sable ist der Anführer. Kirra ist die, die er zu den Tides geschickt hat, aber ganz sicherlich nicht in einer hohen Position. Und ob Perry sich für Kirra entscheidet, ist nicht einmal gefragt, weil man immer weiß, dass er Aria liebt. Abgesehen davon würde ich die Horns nicht unbedingt als Freunde der Tides bezeichnen.
... Merkt ihr was?
Okay, und damit ich mich nicht total aufrege, kommen wir jetzt endlich mal zum eigentlichen Design...
Ich find's schade, dass es im deutschen einfach nur das alte Motiv ist in einer anderen Farbe, auch wenn das Motiv natürlich schön ist. Zudem sagt mir die Farbe im Englischen einfach mehr zu. Auch wenn Perry irgendwie komische Kleidung trägt und so gar nicht meiner Vorstellung entspricht... Die Titel sind beide sehr schön. Ich hätte hier ein Zitat für euch:
Now there was little difference between day and night anymore. Days were darkened by clouds and the blue cast of Aether. Nights were brightened by the same. They flowed together, the edges blurring into an endless day. An ever night.
Damit sollte sich auch der englische Titel erübrigt haben. Und ich staune darüber, wie Oetinger es schafft, die englischen Titel ungefähr, aber nicht genau zu übersetzen, sodass es immer noch schön klingt. Respekt!



TTEN lag jetzt schon eine halbe Ewigkeit auf meinem SuB, ich hab es mir damals in einem Rutsch mit The Immortal Rules gekauft und das ist schon eine Weile her. Jetzt habe ich es endlich durch und was soll ich sagen?
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr fällt mir auf, wie es dieses Buch schafft, mich gleichermaßen total aufzuregen und absolut zu begeistern. Arias Abschnitte hätten sich mindestens vier Blutrosen verdient, wohingegen Perrys wahrscheinlich gerade mal mit zwei weggekommen wären. So polarisiert hat ein Buch in sich selbst bei mir noch nie.
Das lag nicht einmal an der Story an sich. Ich hab mit jeder Seite mehr gemerkt, dass es nicht das Buch an sich ist, das es mir echt schwer gemacht hat, sondern Perry. Sobald Aria ihren eigenen Weg ging, wurde alles besser, zumindest auf ihrer Seite. Denn die Story war durchaus gut.
Dass Aria nicht sofort oder besser gar nicht anerkannt wird bei den Tides, war zu erwarten. Auch die weiteren Ätherstürme waren unumgänglich. Es war interessant, mehr über die Tides zu erfahren und auch über die Horns. Man lernt neue Charaktere kennen, die Sichten auf andere schwanken, gut und böse ist nur noch schwer auseinander zu halten.
Besonders gefiel es mir, wie viel Wert auf die Freundschaft zwischen Roar und Aria gelegt wurde. Abgesehen davon, dass ich die beiden als Paar lieber sehen würde (*hust*) fand ich es schön, dass sich zwischen den beiden ein so enges, offenes Verhältnis entwickelt hat. Vor allem, weil ich beide Charaktere einfach total gern hab.
Ich hätte gern mehr über Cinder erfahren! Ich hoffe, dazu kommt es im nächsten Band, denn seine Fähigkeit ist wirklich erstaunlich.
Zu der Lovestory sag ich nichts mehr. Da ich Perry wie gesagt absolut nicht leiden kann, gefällt mir die auch nicht wirklich, und Roar hätte ich auch lieber mit Aria gesehen als mit Liv. Naja.



Ich liebe Aria. Sie ist stark, sie ist mutig und sie ist zäh. Sie wirkt einfach unglaublich authentisch, in ihrer Welt ganz besonders, und ich hab absolut nichts an ihr zu kritisieren. Vor allem jammert sie nicht. Ein YA-Charakter, der nicht jammert! =D
Ich weiß nicht einmal so genau, warum ich Perry nicht leiden kann. Ich kann es einfach nicht sagen. Wenn ich benennen müsste, warum ich ihn nicht mag, was mich an ihm stört, könnte ich es nicht, weil ich einfach keine Ahnung habe. Weil an sich ist er okay. Er ist nicht weinerlich, er ist kein Bad Boy, und er hat eine Menge Verantwortung, die auf seinen Schultern lastet und seinen Charakter noch besser erklärt. Aber ich mag ihn einfach nicht. Keine sonderlich fundierte Begründung, ja...
Roar hat mir so leid getan. Was er durchmachen musste... Er ist so ein toller Charakter, er hat das alles doch nicht verdient... Man hat sein Zerbrechen an der Sache mit Liv wirklich gespürt, was mir doch die ein oder andere Emotion entlockt hat. Hach, er ist einfach mein Liebling.
Liv wurde ein wenig schnell abgehandelt, finde ich. Heiß und kalt, wie Aria sagte, aber es war zu übertrieben. Ich mochte sie, aber man wechselt nicht einfach mal eben so von 'Ich hasse dich' auf 'Ich will mit dir befreundet sein und vertraue dir', schon gar nicht in dieser Welt. Auch nicht von Arias Seite, wenn ich das hier mal eben so erwähnen darf. Und alles mit ihr, vor allem am Ende, wirkte so verdammt durchgerast - bumm, das war's, oder was?
Ansonsten, die Nebencharaktere waren mir sympathisch, vor allem Cinder - natürlich - und Soren. Ja, Soren! Der taucht auch noch mal auf, und sein Persönlichkeitswechsel ist erstaunlich, im positiven Sinn.

Selten war ich mir so uneins mit meiner selbst über ein Buch. Mit dem tollen Teil von Aria und dem blöden von Perry ergibt das insgesamt ein bisschen besser als drei Blutrosen... Was aber schon einmal besser ist als in UTNS!



Ich habe dieses Buch auf Englisch gelesen! Und weiß jemand zufällig den deutschen Namen der Tides?

3 Antworten:

Kokoro hat gesagt…

Die Abkürzung TTEN hat mich grad ziemlich zum schmunzeln gebracht, hab natürlich erstmal "Titten" gelesen >_> Mir ging es beim Lesen des Buches ähnlich wie dir. Während ich den Teil mit Aria und Roar (<3) total mochte, konnte ich mit Perry eher weniger anfangen... Nunja, bin echt sau gespannt auf Teil 3 :P
Zu dem Deutschen Klappentext kann ich nur sagen: TYPISCH! Ich hab mich da auch schon derbe drüber aufgeregt dass total viele Bücher nur auf ihre Lovestory reduziert werden. Oder, dass die Klappentexte erscheinen als hätte sie jemand geschrieben der das Buch garnicht gelesen hat ôo (Auch ein schönes Beispiel ist Cinder von Marissa Meyer...)
LG Kokoro

Blutrose hat gesagt…

Also wirklich, so ein schmutziges Gehirn xD Nein, ging mir ähnlich, als ich das das erste Mal gelesen hab. x)
Und ich dachte, ich wär die Einzige, weil irgendwie jeder Perry liebt ^^" Schön, das Gegenteil bewiesen zu haben.
Ja, diese ganze Romantisierung... Vor allem weil UTNS und TTEN so viel mehr zu birten haben Dx

Wonder_ hat gesagt…

Ich fand das Buch richtig toll =)
Ich mag es irgendwie, dass Aria und Roar einfach nur Freunde sind. Freundschaften ohne romantische Gefühle von mindestens einer Seite aus gibt es meiner Meinung nach viel zu selten in den aktuellen Büchern.
lG,
Svenja

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