06.05.2013

【Rezension】Vampire Academy - Blutschwur『Blood Promise』AKA absolut subjektive Pseudo-Vergötterung. *-*

Originalcover
Deutsches Cover

Blutschwur


Originaltitel: Blood Promise
Autor: Richelle Mead
Genre: Urban Fantasy, Romance, YA
Preis: 12,95 €
Wertung: ♥♥♥♥






Blutschwur
Seelenruf
Schicksalsbande



Rose Hathaways Leben wird niemals wieder wie früher sein. Der Angriff auf die Akademie St. Vladimir hat die gesamte Welt der Moroi erschüttert und viele Todesopfer gefordert. Doch noch schlimmer ist das Schicksal derjenigen, die von den Strigoi verschleppt wurden. Unter den Vermissten befindet sich auch Rose' Geliebter Dimitri. Rose muss sich entscheiden: Will sie ihre beste Freundin Lissa beschützen, wie sie es einst geschworen hat, oder die Akademie verlassen und den Mann suchen, den sie liebt? Und wird sie ihn retten können, wenn sie ihn gefunden hat?



Stirb, du Buch, das mich abhält von meinem eigenen Blutschwur eines Kaufverbotes...



Nee, diesmal gefallen mir beide Cover nicht so wirklich. Die seltsame Schriftart auf dem deutschen mit diesem unglaublich klischeehaften Fledermaus-Schatten im A darauf stört mich immens, und das Covermodel wirkt auch schon wieder so nichtssagend, dass Melinda aus Speak (was ich unbedingt auch noch mal lesen muss! Tolles Buch) dagegen eine wahre Rednerin ist. Und das englische Cover hat irgendwie leicht was von einem Erotikroman. Wobei ich durchaus finde, dass es nicht schlecht gewählt ist - der Hals ist entblößt, was eigentlich ziemlich zum Buch passt. Und schaut mal, hey, Egmont Lyx hat dazugelernt und den englischen Titel übersetzt! Und sie haben nicht mal 'Blutversprechen' draus gemacht, wie es eigentlich heißen würde, denn das klinge ja auch mal total bedäppert! *lyx den kopf tätschel* Ich bin stolz auf dich. Passen tut der Titel ja. Blut ist allgegenwärtig, sei es im familiären oder buchstäblichen Sinn, und Promise AKA Schwur dürfte ebenfalls klar sein, denn das Buch wird von Versprechen beherrscht. Perfekt gewählt!



Ihr erinnert euch an das Buchkaufverbot, das ich mir im letzten ROSumee selbst auferlegt habe? Nun, da geht es hin, einsam und verlassen. Denn ehrlich, Warten hätte mich bei diesem Ende wohl tatsächlich umgebracht.
Meine Reaktionen auf das Buch sind wie folgt zusammenzufassen gewesen.
Erst einmal gab es eine Menge Wiederholungen, bei denen ich mir größtenteils nur dachte:


Wenn die ganze Strigoi-Moroi-Dhampir-Grundlagen-Sache zum tausendsten Mal aufgerollt wird, nervt es auch irgendwann.
Nach einer Weile kehrte ein wenig Routine ein, die mich nicht enttäuscht, aber eher entspannt zurückließ und die man genau so gut auch hätte weglassen können. Ich meine, ja, es war schön, Dimitris Familie kennen zu lernen, aber musste es denn gleich so lange sein? Nachdem Rose erfuhr, dass er selbst offenbar nicht in Baia war, hätte sie auch gleich wieder gehen können, was in etwa dieselben Folgen nach sich gezogen hätte. Die Unpromised (Ungeschworenen? Unversprochenen? Oh Gott, das klingt so dumm) hätte man auch vorziehen können und, ach, wer bin ich denn, als dass ich richten könnte über das Pacing eines Autors, der so viele Klassen besser ist als ich selbst.
(WTF, Bloody going insanely melancholic oder was?)
Nein, ehrlich. Der Anfang hat sich tatsächlich ein wenig gezogen.
Und dann kamen wir in Novosibirsk an und ab einer kleinen, aber signifikanten Stelle war ich dann nur noch absolut GEFLASHT.


Und auch wenn es ab da wieder ein wenig ruhiger wurde, überschlug sich in meinem Kopf alles, ich konnte kaum noch aufhören zu lesen und kämpfte mit Rose mit, dass sie nicht vollends die Kontrolle verlor. Ich hab sie förmlich angeschrien, nicht aufzugeben, aber gleichzeitig hab ich mit ihr gefühlt und es war einfach alles absolut waah.
Und dann kam das Ende.
Dieses Ende. (Dass es unterstrichen ist, bedeutet einiges. Ich hasse Unterstrichenes.)
Okay, es war nicht so schlimm wie das von Shadow Kiss, aber es kam verdammt nah dran. Für mich war der Anfang vom Ende schon bei "That's what I was supposed to say", obwohl es noch vor dem finalen Showdown kam - welcher ein wenig unspektakulär war, wie ich zugeben muss, einfach, weil Rose nicht aktiv dabei ist - und dann war alles einfach nur noch absolut mind-blowingly awesome.
Es wurden Sachen enthüllt, von denen ich sie nicht erwartet hätte, nicht so. Und dann dieser Brief. Der gottverdammte Brief.
Ich hab echt gedacht, was mach ich bloß, wenn das Buch vorbei ist? Als ich die letzte Seite umblätterte und zur Danksagung kam, das war 'WARUM TUST DU MIR DAS AN, RICHELLE MEAD?" (Bis mir die Höflichkeitsfloskel einfiel und ich meinen Satz schnell auf "WARUM TUN SIE MIR DAS AN, RICHELLE MEAD" geändert habe. Was aber auch vollkommen irrelevant ist, obwohl ich es hier noch einmal erwähnen wollte. Ich weiß nicht, was heute mit mir los ist. Muss das Wetter sein. Die Sonne scheint.)
Meine storytechnische Gesamtreaktion ist also so zu beschreiben. Sogar die Spannungskurve stimmt.




Rose war mir bisweilen ein wenig zu unentschlossen, da muss ich Yeva definitiv zustimmen, und dass sie tatsächlich in Erwägung zieht, in Baia zu bleiben, das passte nicht zu ihr. Mir hat ein wenig die Rose-Lissa-Christian-Adrian-Truppe gefehlt, was hoffentlich in den nächsten Bänden wieder ausgeglichen wird. Ansonsten hab ich nicht viel zu ihr zu sagen.
Strigoi Dimitri (Stri-mitri xDD) ist episch. Ich find ihn so noch cooler als schon vorher - was nicht unbedingt für meinen Geschmack hinsichtlich Männertypen spricht - und er wirkte einfach charaktervoller. Falls das das Gegenteil zu charakterloser ist. (Und jemand wie ich wählt Deutsch-LK, lieber Himmel.) Er hat mich teilweise selbst in den Wahnsinn getrieben, und Rose hat es schon ganz treffend beschriebend: He was Dimitri and he was not Dimitri. Ihn zu durchschauen war schwer, bis zum Ende hin wusste ich nicht, was ich jetzt von ihm halten soll...
Avery, das war so eine Up-And-Down-Geschichte. Anfangs hasste ich sie, dann liebte ich sie, dann hasste ich sie wieder. Ich weiß bis jetzt nicht so ganz, ob ich sie mag oder nicht.
Lissa hat mich teils echt angekotzt. Auch die Erklärung für ihr Verhalten am Ende hat mich nicht ganz so überzeugt, meinen Ärger jedoch ein wenig gelindert. Trotzdem, mochte ich sie am Anfang noch am meisten, gehört sie jetzt eher nicht mehr zu meinen Favoriten. Ich kann nicht einmal so richtig erklären wieso. Etwas an ihr stört mich, vielleicht, dass sie nicht wirklich viel ausrichten kann und ihre oh-so-tolle-und-gute Art, die auf mich immer irgendwie fake wirkte. Ach, und wenn ich grad dabei bin, da ich das nicht mehr in die Story quetschen kann (stick to your principles, Bloody!): ich hätte lieber eine Nebenstory aus der Sicht von Lissa bekommen als das ständige Kopfbesuche von Rose, das ein wenig sehr von ihrer eigenen Story abgelenkt hat, die mich einfach mehr begeistert hat...
Ich hätte gern mehr von Sydney gesehen. (Bloodlines, ich komme immer näher!) Und über die Alchemisten erfahren. Sie hätte ruhig noch einmal auftauchen können, nachdem sie sich so unehrenhaft aus dem Staub gemacht hat.
Eigentlich habe ich hier nicht mehr viel zu sagen. Jill hatte ja nicht viel Screentime, was mich nicht gestört hat, denn irgendwie wirkte sie eher wie ein Lückenfüller als alles andere. Und Christian verstehe ich nur zu gut, so wie Lissa sich ihm gegenüber verhalten hat. Und die Belikovs mochte ich, schade, dass es so enden musste...

Auf Goodreads habe ich dank unkontrolliertem Fan-Gasm auf 5 aufgerundet, aber der langsame Anfang und die unschön eingebundene Nebenplotline um Lissa, Avery und co. vermindern das ein bisschen. Es tut mir in der Seele weh, aber ich gebe Blood Promise hiermit 4 Blutrosen, unglaublich nah an der Grenze zu viereinhalb.
Okay, das war jetzt vielleicht doch nicht so subjektiv wie ich gedacht habe. Naja...



Ich habe dieses Buch auf Englisch gelesen und das ganze blah-blah-blah...

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